Tethering ist eine feine Sache. Licht, Farben, Schatten und Posing kann man auf einem grösseren Bildschirm um einiges besser kontrollieren als auf dem Kameradisplay. Trotzdem scheuen viele davor mehr zu tethern. Auf was du achten solltest, wie ich damit arbeite und welche Einstellungen es benötigt, findest du im Video.

Hier das Video zum Thema Tethering

Beim Kauf eines Blitzes ist Leitzahl ein sehr wichtiger Punkt bzw. ein wichtiges Verkaufsargument. Doch was bedeutet der Wert?
Leitzahl 10 bedeutet zB. dass der Blitz 10m blitzt bei Blende 1 und bei ISO 100. Die Formel für alle Mathematiker unter euch findest du hier;-) Bei eingebautenBlitzen ist die Leitzahl so zwischen 10 und 12 und bei Systemlitzen bis ca 60. Achte beim Blitzvergleich aber darauf, ob die Hersteller auch mit 100 ISO die Leitzahl angeben. Denn hier gibt es keine Norm. Das bedeutet, dass ein Hersteller mit höheren ISO auch die höheren Werte erhält und so anpreist. Die Leitzahl hängt zudem auch vom Leuchtkegel ab der normalerweise mit 35mm berechnet wird.
Je höher der Wert desto weiter kann das Objekt noch richtig beleuchtet werden mit dem Blitz. Die Entfernung rechnen die meisten Systemblitze schon selbstständig aus und zeigen dies im Display an.
Die meisten Hersteller haben mehrere Systemblitze im Angebot. Dann stellt sich auch die Frage “Benötige ich immer die grösste Leitzahl”.
Eine grosse Leitzahl ist von Vorteil, wenn du
  • gerne gegen die Sonne blitzt
  • grosse Gruppen fotografierst
  • viel mit geschlossener Blende fotografierst
  • deine Kamera mit höheren ISO Probleme hat (rauschen)

Schlussendlich hat es auch ein wenig mit dem Budget zu tun. Ist Geld kein Thema, dann ist der teuerste immer der bessere. Und sonst reicht vielmals schon der preislich günstigere. Wichtig ist aber, dass der Blitz schwenkbar ist.

Weitere Tipps findest du auf meinem Blog oder bei meinem Einsteigerkurs

blitz

 

Die Fotos nach einem Job richtig abzulegen um sie auch nach Jahren wieder zu finden ist ein wichtiger Punkt für mich. Und was ich in Foren und Blogs lese, gibt es ja 1000 Varianten;-). Vielmals lese ich, dass ein Ordner mit Jahren und Monat und Tag gespeichert wird und dann mit dem Namen des Jobs bzw. Models. Sprich 2016_03_28_Vorname_ Nachname. Für mich persönlich macht diese Art von Beschriftung keinen Sinn.

Warum? Da wenn mich ein Kunde nach 2 Jahren nach seinen Fotos fragt, weiss er oder ich sicherlich nicht mehr genau das Datum. Und auch sonst interessiert mich das Datum bei der Ordnerstruktur nicht. In den Metadaten finde ich bei Wunsch ja das Datum.

Ich lege auf meinen NAS einen Jahresordner an und speichere dann die Fotos in einem Ordner mit Vornamen und Nachnamen. Sprich ich muss nur nach dem Namen in richtigen Jahr suchen.

Zudem wird im jeweiligen  Jahresordner nochmals unterteilt in Business – Hochzeiten – People – Events und dann eben mit Vornamen & Nachnamen.So mache ich es schon mehr als 10 Jahre und bin damit sehr gut gefahren.

Das schöne und spannende an der Portraitfotografie ist die Vielseitigkeit der Menschen. Jeder Mensch ist anders, jedes Gesicht und jeder Körper. Und das ist ja auch das Spannende bei der Peoplefotografie. Doch mehrmals hat man Menschen vor der Kamera, die gerne schlanker aussehen würden auf den Fotos. Damit du nicht gleich Photohop öffnen musst hier ein paar Tricks.

  1. Achte darauf, dass zwischen dem Arm und dem Körper ein wenig Luft ist. So wirkt der Körper schlanker

Fotograf_fotoshooting_zuerich_girl_modelshooting_DSC6325Fotograf_fotoshooting_zuerich_girl_modelshooting_DSC63262. Arbeite bei Ganzkörperbilder auch mal etwas weitwinkliger und von etwas unten, damit die Beine länger und somit schlanker wirken

3. Achte auf passende, vorteilhafte  Kleider. Bei bauchfreien Kleidern zb. tendenziell stehende oder liegende Posen

4. Kopf etwas höher und leicht in die Kamera Richtung strecken, damit es kein Doppelkinn gibt.

5. Körper strecken, gerader Rücken

6. Stelle das Licht so, dass du eher ein kleinere Lichtquelle nimmst, damit das Gesicht schön belichtet ist, der Körper aber schneller abdunkelt

 

 

Bei den Fotoshootings mit einer Brille, kann es sehr schnell passieren, dass Reflexionen vom Blitz auf dem Glas ersichtlich sind. Und obwohl die meisten Brillen ja schon entspiegelt sind, lässt es sich nicht ganz verhindern, etwas eingreifen zu müssen. Ich mache es so, dass ich den Blitz so hoch wie möglich setze, damit Achse Objektiv zu Blitz grösser wird. Fotografiere ich in einem Raum der eine niedrige Deckenhöhe hat, muss die portraitierte Person den Kopf mehr nach unten geben. Da es so aber eher ein Doppelkinn gibt, bitte ich dann immer noch den Kopf etwas in meine Richtung zu geben. Zu 99% habe ich dann keine Reflexionen mehr . 

Vor einigen Wochen hatte ich für eine Agentur ein Fotoshooting. Das Model hatte eine Brille die trotz den oben genannten Tipps Reflexionen hatte. Und mit Brille wegnehmen war nichts, da es zur Kampagne gehörte. Was ich dann tat? Ich fotografierte das Model mit den Reflexionen im Glas. Danach musste das Model die Haltung einbehalten und nur die Brille wegnehmen. So konnte ich in Photoshop einfach den Augenbereich aus dem Bild ohne Brille ausschneiden und in das Bild mit Brille einsetzen um es danach mit einer Maske auszuarbeiten.